Lesepaten-Grillen09.07.19 - Seniorenbeirat-Waldkraiburg

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Lesenpaten
Ein großes Dankeschön an die Lesepaten

Gemeinsam geht doch vieles besser. Dies bewahrheitete sich wieder einmal, als der Seniorenbeirat seine Lesepaten, dazu Rektorinnen und Lehrer der vier Waldkraiburger Grundschulen zum alljährlichen Dankeschönfest in das Haus „Unterm Regenbogen“ einlud. Diesmal war der Anlass ein besonderer, denn vor gut 10 Jahren war diese Aktion ins Leben gerufen worden und so hatten sich nicht nur die Initiatorinnen, die Rektorinnen Margit Lang und Maria Hansmeier - Annemarie Deschler fehlte krankheitsbedingt – eingefunden, sondern nicht wenige Patinnen, die von Anfang an mit Eifer dabei sind. Einige von ihnen beschäftigen sich wöchentlich mit zwei, drei oder noch mehr Kindern in Einzelstunden oder helfen sogar bei den Hausaufgaben.
Um so lieber bewirteten und bedienten die Mitglieder des Seniorenbeirats die Lesehelfer mit einem reichhaltigen Grill-, Salat- und Kuchenbuffet. Dabei wurden so manche Erfahrungen ausgetauscht. „Ich habe schon das dritte Kind aus ein und derselben Familie“. „Und mein Michael hat mir zum Abschied eine nette Karte geschrieben und mit Bildern verziert“, schwirrten die Erinnerungen durcheinander. „Man trifft sich das Jahr über nicht so häufig“, meinte eine andere Lesehelferin. Eine besondere Ehre ließ Margit Lang von der Beethovenschule ihrem „Leseopa“ Veit
Bibo zuteil werden – nicht nur, weil er einer der wenigen „Lesemänner“ ist. „Er war von der ersten Stunde an als liebenswerter, zugänglicher Lesepate dabei!“ und sie überreichte ihm einen Geschenkkorb.
Auch die anderen Lesepatinnen gingen nicht leer aus und bekamen zum Abschied vom Seniorenbeirat Rosen als Dankeschön, „verbunden mit dem Wunsch, dass Sie im Oktober wieder dabei sind!“, wie Renate Becker, Mitgestalterin der Aktion, augenzwinkernd meinte.
Text: Erika Fischer
Bilder Michael Bartesch
Fragen an Veit Bibo zu seiner langjährigen Tätigkeit als Lesepate

Wie kamen Sie dazu, Lesepate zu werden?
Ich habe einen Aufruf des Seniorenbeirats in der Zeitung gelesen; auch haben mich Kraiburger Nachbarn auf diese Aktion aufmerksam gemacht und der Beginn meines Rentnerdaseins stand vor der Tür. So habe ich mich daneben auch einer Fotogruppe und der Stadttheatertruppe angeschlossen. Denn wer rastet, der rostet!

Welche Erfahrungen haben Sie als Lesepate gemacht?
Ich ging ganz locker an die Sache heran. Nach viel Glück und Ausgeglichenheit im Berufsleben als Ausbilder bei „Airbus“ nahm ich mir vor, Kindern, die sich nicht so leicht tun, zu helfen. Mein Ziel war es stets, nicht nur konstant präsent zu sein, ich suchte immer ein gutes Einvernehmen mit den Schülern wie auch mit den Lehrern.

An welche besonderen Begebenheiten erinnern Sie sich?
Sehr gefreut hat mich der Brief eines Jungen, den er mit vielen Herzen umrahmte. Auch habe ich es immer wieder genossen, wenn ich in der Stadt auf ein Lesekind traf, das mir schon von weitem zurief: „Hallo, wie geht es Ihnen?“ Und ein Erlebnis an der Beethovenschule ging mir besonders unter die Haut. Aus einem ganzen Rudel von Schülern heraus ertönte plötzlich eine Stimme: „Den möchte ich gerne als Lesepaten haben!“

Text und Bild: Erika Fischer
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